Bammel pur – Endspurt vor dem Marathon am Stilfser Joch

Keine drei Wochen mehr bis zum Marathon am Stilfser Joch. Die Vorbereitung war hart, hat aber auch Spaß gemacht. Nun heißt es: die Nerven beruhigen, ausruhen – und noch eine große Aufgabe meistern.

Das war ja mal ne Nachricht! Gut drei Wochen vor dem Startschuss verkündeten die Veranstalter des Stilfser-Joch-Marathons, dass sie die Strecke noch einmal etwas modifiziert hätten. Der Weg sei nun noch schöner, noch abwechslungsreicher – und noch bergiger.

2500 Höhenmeter warten am Stilfser Joch

Weitere 150 Höhenmeter haben die Macher dem Berg abgetrotzt, sodass der Stelvio-Marathon nun über sage und schreibe 2500 Höhenmeter führen wird. Kann man sich ja auch viel besser merken als krumme 2350. Und die 150 Höhenmeter machen den Kohl auch nicht mehr fett.

Fett war meine Vorbereitung auf den Lauf – und ich meine nicht (nur) die selbstgemachte Sauce Hollandaise zum Spargel. Nein, meine Trainingsläufe waren dieses Mal nicht außerordentlich lang, dafür aber für meine Verhältnisse äußerst bergig.

Viele Berge seit dem Paris-Marathon

Knapp 9600 Höhenmeter bin ich laut meiner Garmin seit dem Paris-Marathon geklettert. Die Kletterei verteilt sich auf verschiedene Läufe im Dortmunder Süden, darunter zwei Ruhrklippen. Den dort so gefürchteten Gerhart-Hauptmann-Weg laufe ich mittlerweile problemlos durch, und auch die Syburger Serpentinen haben ihren Schrecken verloren.

Bei Trails in Hagen und Lennestadt sammelte ich weitere Höhenmeter und gewann Trittsicherheit im Gelände.

Weitere Einheiten absolvierte ich auf dem Rad.

Und dann ist da ja noch der Triathlon

Auf dem Rad? Ich will doch laufen!? Ja. Nicht nur. Kind 2 möchte ja beim Kinder-Triathlon in Kamen starten. Und weil wir gerade so schön am anmelden waren, hatte ich mich halt mitangemeldet. Nicht für den Kinder-Triathlon, sondern für die Breitensport-Distanz, wie schon im vergangenen Jahr.

Eine Woche vor dem Stilfser Joch sind nun also noch 500 Meter schwimmen, 24 Kilometer radfahren und 5 Kilometer laufen angesagt. Ob ich wirklich teilnehme, werde ich allerdings erst ganz kurzfristig entscheiden.

Wetter, Klamotten, Ausrüstung – Fragen über Fragen

Denn monentan freuen sich meine Beine auf Erholung. Andererseits sind 24 Radkilometer eine Woche vor dem Marathon vielleicht gar nicht schlecht, um die Muskulatur bei Laune zu halten.

Der ungeliebte Triathlon soll jedenfalls mein kleinstes Problem sein. Viel mehr treiben mich Fragen rund um den Stelvio-Marathon um.

  • Wie wird das Wetter?
  • Wie stabil wird das Wetter?
  • Was ziehe ich an?
  • Muss ich warme Wechselklamotten einpacken?
  • Ist es klug, zwei Liter Raketentreibstoff von Maurten in meinen Trinkrucksack zu füllen oder ist das nur zusätzliches Gewicht?
  • Habe ich wirklich genug trainiert?
  • Wie komme ich mit der Höhenluft klar?
  • Warum mache ich das?

Fragen über Fragen, auf die es keine Antworten gibt.

Die Strecke ist immerhin schneefrei

Das Wetter ist in den Bergen unberechenbar und wird mindestens bis kurz vor dem Start eine Wundertüte bleiben.

Immerhin ist die Strecke seit ein paar Tagen schneefrei und inzwischen ist die Passstraße auch für den Verkehr freigegeben, nachdem kurzfristig noch die Folgen eines Erdrutschs beseitigt werden mussten.

Ich muss jetzt warten, geduldig sein und einfach das machen, was ich für richtig halte. Irgendwie werde ich den Berg schon hochkommen. Und im Ziel – so habe ich netterweise vom Veranstalter erfahren – lockt ein kühles Blondes. Das spornt an!

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