Leicht und schnell: Der EvoRide von Asics

Wenn es etwas gibt, für das ich momentan eigentlich keine Verwendung habe, dann ist das ein leichter, schneller Schuh. Doch dann bringt der Paketbote den neuen EvoRide von Asics. Ich packe den Schuh aus, schaue aus dem Fenster, die Sonne lacht endlich einmal – perfekte Bedingungen für einen Schuh-Test. Also, ab auf die Piste!

Da ich mich momentan auf einen Ultra vorbereite, sind eher lange, langsame Läufe in eher bequemen Schuhen angesagt. Schnelle Wettkampfschuhe haben Pause. Aber da Asics mir freundlicherweise den neuen EvoRide zum Testen zur Verfügung gestellt hat, will ich den eigentlich trainingsfreien Tag nutzen, um die neuen Schuhe auszuführen. Außerdem scheint die Sonne, was dem schneeweißen Schuh hoffentlich hilft, ein Weilchen schneeweiß zu bleiben.

Das herrliche Wetter lädt zum Schuhtest ein.

Direkter Bodenkontakt mit dem EvoRide

Zuletzt hatte ich den Gel Nimbus 22 und den GlideRide an den Füßen. Beide Schuhe kann ich in der Ultra-Vorbereitung sehr gut tragen. Mal sehen, wie sich der EvoRide so anstellt.

Schon beim Reinschlüpfen zeigt sich, dass der EvoRide sportlicher ist als seine beiden Kollegen. Klar, das sofaähnliche Wohlfühl-Ambiente eines Asics hat er, aber er ist auch um einiges härter als der Nimbus. Das Obermaterial schmiegt sich an den Fuß und ist beim Laufen kaum spürbar.

Die Sohle des Asics GlideRide hilft, die Spur zu halten.

Als kleiner und mit 130 Euro auch günstiger Bruder des GlideRide bietet der EvoRide ein eher herkömmliches Design. So ist beispielsweise die Front weit weniger nach oben gebogen. Der Schaukelstuhl-Effekt bleibt aus. Das macht sich bergab bemerkbar. Während der GlideRide von selbst „rollt“, reagiert der EvoRide wie ein ganz normaler Laufschuh. Seine „normale“ Sohlenkonstruktion macht ihn etwas geländegängiger als den GlideRide, der ein reiner Asphaltliebhaber ist.

Schneller als gefühlt

Beim Testlauf spüre ich schnell, dass der EvoRide ein flotter Schuh ist, der seine Stärken sofort ausspielt. Durch die relativ breite Zehenbox habe ich einen kräftigen Abdruck nach vorne. Der bewährte „Flytefoam“ bietet eine gehörige Portion Dynamik. Beim Blick auf die Pace bin ich überrascht: Ich bin rund 15 Sekunden pro Kilometer schneller als es mein Laufgefühl sagt. Zu spüren ist von dem Tempo jedoch nichts, es läuft sich recht easy.

Nach zehn Kilometern ist der EvoRide nicht mehr nur weiß.

Allerdings spüre ich, dass der EvoRide offenbar eher etwas für Läufer ist, die nicht so ein enges Bündnis mit der Schwerkraft eingegangen sind wie ich. Für einen Zehner oder einen Halbmarathon ist der Schuh aber auch für Läufer der Gewichtsklasse 80 bis 85 Kilo okay.

Fazit: Der EvoRide ist dynamisch und schnell

Nach zehn Kilometern stehe ich wieder vor der Haustür und stelle mir drei Fragen:

  1. Waren das wirklich zehn Kilometer? Es fühlte sich weniger an.
  2. Will ich in dem Schuh den Paris-Marathon laufen? Vielleicht. Ich tendiere momentan noch eher zum GlideRide, der EvoRide scheint auf 42 Kilometern eher etwas für leichtere Läufer zu sein. Vielleicht nehme ich ja bis Paris noch ab.
  3. Warum bringt Asics im Winter einen weißen Schuh auf den Markt? Es hat zwei Kilometer gedauert, da wurde aus dem wunderbar weißen EvoRide ein Apfelschimmel. Das ist schade. Es gibt ihn aber auch in anderen Farben.

2 Antworten auf „Leicht und schnell: Der EvoRide von Asics“

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