Frohes neues Laufjahr — hoch hinaus

Das alte Jahr lag in letzten Zügen, da fügte ich dem Laufkalender für das erste Halbjahr 2018 noch schnell ein paar Termine zu, die mit dem Wort „Highlights“ zurückhaltend tituliert wären. Es geht wieder ins Wasser und aufs Rad. Und Mitte Juni will ich dann ganz nach oben: auf den Gipfel. Ich weiß schon jetzt: Das wird mir ab heute, Neujahr, alles abverlangen, sodass ich mit einem — meinem einzigen — guten Vorsatz brechen muss.

Noch genau 166 Tage, bis ich am Start eines Laufs stehen werde, der in jeder Hinsicht der Höhepunkt meiner bisherigen Laufkarriere sein wird. Doch der Reihe nach.

Der Mief des alten Jahres

Am Neujahrsmorgen hängt der Duft von Raclette noch in der Kleidung und da man in der Silvesternacht ja keine Wäsche aufhängen soll, weht durch die Waschküche noch ein Hauch Silvesterlauf. Die Nase schnuppert also noch 2017, der Blick ist jedoch nach vorn gerichtet.

Auf den vorletzten Drücker hat der Familienrat beim Frühstück noch schnell Termine für das erste Halbjahr gemacht. Der Paris-Hattrick stand ja bereits fest. Kind 2 soll/will/wird nun am Triathlon in Kamen teilnehmen, bei dem ich im vorigen Jahr mein Triathlon-Debüt feiern durfte. Und wenn das Kind schon schwimmt, radelt und rennt, dann kann der Vatta ja auch wieder an den Start gehen. Doch statt mich an die olympische Distanz zu wagen, werde ich es bei der Sprint-Distanz belassen. Also, Kamen, 10. Juni — gebongt.

Auf zum Stilfser Joch

Und weil wir so schön damit beschäftigt waren, Lauftermine zu machen, kam auch gleich noch ein Thema auf den Tisch: mein lang gehegter Wunsch, am Stilfser-Joch-Marathon teilzunehmen. Nach kurzer Diskussion habe ich Das Anmeldeformular abgeschickt. Tadaaa — Stilfser Joch, 16. Juni.

Die Eckpfeiler für das Laufjahr 2017stehen

Das hat natürlich Konsequenzen. Vor allem muss ich mit dem guten Vorsatz brechen, keine Vorsätze zu haben. Denn das für meine Verhältnisse stramme Programm verlangt nach einem ebenso strammen Trainingsplan und — schlimm, schlimm — einem angepassten Lebenswandel.

Das Stilfser Joch wird mörderisch

Das wird hart. Allein das Stilfser Joch wird mörderisch und mir mehr vermutlich mehr abverlangen als ich mir momentan noch vorstellen kann. Da kann Dortmund noch so bergig sein— um mich auf die 2350 Höhenmeter vorzubereiten, werde ich so manchen Berg mehrmals laufen müssen. Das Streckenprofil sieht mörderisch aus, das Video von der Strecke allerdings verlockend. Ich will diese Strecke einfach nur überstehen und fit genug sein, um die Aussicht genießen zu können. Doch auch dafür bedarf es großer Fitness.

Damit dieser emotionale und geographische Höhepunkt nicht zum Desaster wird, beschließe, formuliere und verkünde ich hier mal meine, naja, guten Vorsätze für das Jahr 2018:

  1. vernünftiger essen
  2. weniger Alkohol trinken
  3. einmal in der Woche Stabis machen
  4. einmal in der Woche HIIT machen
  5. mit Gewichten arbeiten (eine Langhantel habe ich schon gekauft)
  6. zum Paris-Marathon (und danach) unter 80 kg wiegen
  7. Bergtraining machen

Wie ich mich kenne, werden die Vorsätze eine noch größere Herausforderung sein als der Marathon am Stilfser Joch. Aber von nix kommt nix.

Also los! Der Countdown läuft…

-180Tage -20Stunden -51Minuten -59Sekunden

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