Der Saucony Ride 19 ist ein neutraler Laufschuh für alle, die einen zuverlässigen Daily Trainer für Asphalt, Dauerlauf und lange Läufe suchen – mit viel Komfort, spürbarer Energierückgabe und überraschend klarer Rückmeldung.
Es gibt Schuhe, die zieht man an und weiß sofort: Das passt. Nicht nur von der Größe her, sondern vom Gefühl. Ein Trainingsschuh, der nicht beeindrucken will, sondern funktionieren. Der einen durch ruhige Dauerläufe trägt, durch Marathontraining begleitet und auch dann noch souverän wirkt, wenn es bergauf oder bergab ernst wird. Genau in diese Kategorie fällt der Saucony Ride 19.
Dritte Generation an meinen Füßen – und wieder begeistert
Der Saucony Ride 19 ist inzwischen die dritte Generation dieses Modells an meinen Füßen. Schon bei vorherigen Modellen – ich weiß nicht, welche das waren – war ich begeistert. Und ich bin es wieder. Wie immer bei Modellen von Saucony.
Saucony schafft es bei diesem neutralen Laufschuh, Bewährtes weiterzuentwickeln, ohne den Charakter zu verändern. Der Ride bleibt das, was er immer war: ein ehrlicher, vielseitiger Trainingsschuh. Für diesen Schuh wurde der Begriff Allround-Laufschuh erfunden.
Erster Eindruck: Komfort pur – mit überraschend fester Ferse
Ich schlüpfe hinein und denke sofort: super bequem. Der Schuh schmiegt sich an, sitzt hervorragend, nichts drückt, nichts schwimmt. Der Komfort ist vom ersten Moment an da.
Mit 255 Gramm fühlt sich der Schuh beim Hochheben ultraleicht an. Das Saucony Ride 19 Gewicht liegt absolut im Rahmen eines modernen Daily Trainers, wirkt aber subjektiv noch leichter.
Beim ersten Asphaltkontakt bin ich allerdings überrascht. Unter der Ferse fühlt sich der Schuh fester an, als ich erwartet habe. Gerade beim Thema Saucony Ride 19 Dämpfung hatte ich mit etwas mehr Weichheit gerechnet.
Doch schon nach wenigen Kilometern wird klar: Diese Abstimmung ist bewusst gewählt.
8 mm Sprengung – typisch Saucony, typisch angenehm
Der Saucony Ride 19 kommt mit 8 mm Sprengung. Und genau das finde ich bei Saucony immer sehr angenehm.

Diese moderate Sprengung unterstützt einen sauberen Bewegungsablauf, ohne aufdringlich zu wirken. Gerade für Fersenläufer – und dazu zähle ich mich phasenweise – funktioniert das Setup hervorragend. Der Saucony Ride 19 für Fersenläufer bietet Stabilität beim Aufsatz und eine saubere Weiterleitung nach vorne.
PWRRUN+ Foam: Klar, kontrolliert und effizient
Im Ride 19 arbeitet der Saucony Ride 19 PWRRUN+ Foam. Und genau hier zeigt sich die Stärke dieses Trainingsschuhs.
Die Dämpfung ist nicht wolkig-weich, sondern kontrolliert. Auf Asphalt vermittelt der Schuh gutes Feedback. Man spürt den Untergrund, aber ohne harte Schläge in die Beine zu bekommen.
Bergab dämpft er Erschütterungen und harten Aufprall souverän weg. Gerade auf einer langen Gefällpassage mit viel Fersenaufsatz bleibt mein Fersensporn komplett ruhig.
Bergauf wiederum funktioniert die Energierückgabe spürbar. Der Schuh gibt Energie zurück, ohne aggressiv zu wirken. Die Energierückgabe unterstützt, drängt aber nicht.
Einlegesohle: Überraschend stark
Ein Detail, das oft unterschätzt wird, ist die Einlegesohle.
Wegen meines Fersensporns laufe ich inzwischen meistens mit Currex-Einlagen. Beim Saucony Ride 19 starte ich die ersten beiden Testläufe jedoch mit der serienmäßigen Sohle – und habe überhaupt keine Probleme.
Die Standardsohle ist außergewöhnlich gut. Der Saucony Ride 19 Komfort beginnt also nicht erst beim Foam, sondern schon im direkten Kontakt zum Fuß.
Beim 15-Kilometer-Longrun greife ich trotzdem wieder zu meinen Currex-Einlagen – reine Vorsicht. Nötig wäre es vermutlich nicht gewesen.
Test unter realen Bedingungen
Ich laufe den Saucony Ride 19 auf unterschiedlichen Untergründen:
Asphalt, Rindenmulch und Waldboden.
Flache Strecken, welliges Profil und bergige Abschnitte.
Der dritte Testlauf ist mit 15 Kilometern der längste. Trotz langer Bergabpassage mit intensivem Fersenaufsatz meldet sich der Fersensporn nur ganz dezent.
Für mich zeigt das klar: Der Saucony Ride 19 für Marathontraining ist absolut geeignet. Er trägt durch lange Läufe, ohne die Beine unnötig zu ermüden.
Daily Trainer, Dauerlauf, lange Läufe – alles geht
Ob lockerer Dauerlauf, zügiger Trainingslauf oder längere Einheit im Marathontraining – dieser neutrale Laufschuh deckt alles ab.
Er ist ein klassischer Daily Trainer, ein vielseitiger Trainingsschuh und ein echter Allrounder.
Asphalt ist sein bevorzugtes Terrain, doch auch auf leichtem Wald- oder Parkboden macht er eine gute Figur.
Kurz gesagt: Der Saucony Ride 19 kann einfach alles.
Fazit: Einer für (fast) jeden Tag
Der Saucony Ride 19 verbindet Komfort, kontrollierte Dämpfung und solide Energierückgabe. Er ist weder zu weich noch zu direkt, weder langweilig noch übertechnisiert.
Er ist ein ehrlicher, vielseitiger Daily Trainer – und mittlerweile die dritte Ride-Generation an meinen Füßen, die mich begeistert.
Manche suchen den spektakulären Superschuh.
Ich hingegen suche einen Trainingspartner für jeden Tag.
Der Saucony Ride 19 ist genau das. Und mit 160 Euro liegt er inzwischen im, naja, erträglichen Preissegment.

