Bun Bo — Augenschmaus und Gaumenfreude

Ich bin ja schon ewig ein großer Fan von asiatischem Essen. Einer meiner Favoriten ist ein Essen, dass ich nur zu gerne mal frisch aus einer Garküche in Vietnam genießen würde: Bun Bo. Übrigens ein tolles Läuferessen!

Es war nicht Saigon, es war nicht Hanoi, es war leider nur Hagen. Dort gibt es in der Innenstadt zwei Einkaufszentren, jedes hat einen Asia-Imbiss. Einer davon ist ein vietnamesischer Familienbetrieb, in dem ich in irgendeiner Mittagspause vor Jahren einfach mal ein Gericht bestellt habe, das mich wegen Zutaten wie Koriander, Chili und Rindfleisch angefixt hatte – da kann man nix falsch machen.

Ein neues Lieblingsgericht

Ich hätte am liebsten Purzelbäume vor Begeisterung geschlagen! Ich war total hin und weg. Ein neues Lieblingsgericht gefunden! Leider war es nicht immer verfügbar; Grund genug, es einmal selbst zu versuchen.

Also, ran an den Wok! Im Internet habe ich ein Rezept gefunden, das schon beim Lesen so geschmeckt hat wie das Essen im Imbiss. Da ich Rezepte aber immer nur als Inspiration betrachte, interpretiere ich es hier etwas frei.

So geht Bun Bo

Rezept für zwei hungrige Läufer.

Bun Bo besteht aus mehreren Komponenten, die erst am Ende auf dem (Suppen-)Teller oder in der Schale vermischt werden.

Das Fleisch

250 Gramm Hüftsteak (reiche Läufer nehmen Rinderfilet). Das Rindfleisch in dünne Streifen schneiden und marinieren.

  • kleingehacktes Zitronengras
  • gehackter Knoblauch
  • Zwiebel (in dünne Streifen geschnitten)
  • ein guter Schuss (2 EL) Sojasauce
  • 1 EL Fischsauce
  • Limettensaft
  • ein halber Teelöffel brauner Zucker
  • frisch gemahlener bunter Pfeffer

Das Fleisch in der Marinade ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Nach dem Marinieren kommt das Fleisch in den Wok. Dazu erhitzt du Sesamöl und brätst das Fleisch mit der Marinade scharf an. Ich gebe dann noch die Sojasprossen dazu und schmecke alles mit etwas grüner Currypaste ab.

Die Nudeln

Das ist einfach. Die Nudeln auspacken, in einen Topf legen, mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach abgießen – fertig. Am besten sind breite Reisnudeln.

Die Beilagen

Auch simpel: Erlaubt ist, was gefällt. Ich nehme Möhre, Gurke, Salat Röstzwiebeln und Chili. Den Salat (ca. vier, fünf große Blätter) in kleine Streifen schneiden. Die Gurke wird in halbierte Scheiben geschnitten, die Möhre in Julienne (dünne Streifen), die Chilis schneide ich in Scheiben.

Ich schmeiße die Möhren noch zum Fleisch in den Wok, damit sie etwas weicher werden.

Die Sauce

Die Sauce kommt erst am Schluss, kann aber gut vorbereitet werden.

  • 4 EL Fischsauce
  • 3 EL Reisessig
  • Limettensaft
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 1-2 EL Wasser
  • Das Essen

    Die fertigen Nudeln werden auf die Teller aufgeteilt und können da ruhig etwas abkühlen.

    Dann kommt der noch heiße Inhalt des Woks dazu. Und ganz oben drauf kommen Salat, Gurke, Chilis und Röstzwiebeln. Und am Ende gibst du die Sauce darüber. Und ganz, ganz am Ende kommen noch Röstzwiebeln und frische Korianderblätter drauf.

    Ich runde das dann beim Essen gerne noch mit Sojasauce und Sriracha ab.

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