Einmal und nie wieder: Der A46-Run in Bestwig

Sauerland! Mein Herz schlägt für das Sauerland! Mit seinen Bergen, Tälern und Wäldern ist das Sauerland ein herrliches Laufrevier. Logisch also, dass ich den Verlockungen des A46-Run nicht widerstehen konnte, auch wenn der Lauf nicht so richtig in den Trainingsplan passen wollte. Aber wann hat man schon mal die Gelegenheit, auf einer Autobahn zu laufen, ohne im Verkehrshinweis zu landen?

Der A46-Run führte nicht nur über die Autobahn, sondern auch durch ein Waldstück.

Vier Tage vor einem Halbmarathon, den ich „volle Pulle“ laufen will, noch 20 Kilometer und ein paar Höhenmeter – ist das sinnvoll? Ich werde es merken.

Aber mit dem Halbmarathon im Kopf habe ich es immerhin geschafft, mit stark angezogener Handbremse auf die Autobahn zu gehen.

Perfekter Plauderlauf auf der Autobahn

Der A46-Lauf wurde ein perfekter Plauderlauf mit netten Begegnungen. Schon auf der „richtigen“ Autobahn ging es los. Ich überholte eine kleine, rote Nuckelpinne mit Dortmunder Kennzeichen. Ich beschloss zweierlei. Erstens: Das sind bestimmt auch Läufer. Zweitens: Die fahren so schön gemütlich, das mache ich jetzt auch.

Die Nuckelpinne und ich landeten dann auch noch auf dem selben Parkplatz. Zu meiner Überraschung kannte ich die Insassen. Vera, Stefan und Norbert integrierten mich in ihr Grüppchen, und wir vertrieben uns die Zeit bis zum Start – perfekt!

Von Laufbekanntschaft zu Laufbekanntschaft

Bei äußerst launischem Wetter ging es auf die Strecke. Es ist schon toll, auf einer topfebenen Autobahn zu laufen. Der jungfräuliche Belag sorgt für Tempo.

Wunderschönes Sauerland.

Die Strecke hatte es aber in sich. Vera und Norbert ließen es ganz gemütlich angehen, ich nur halb. Also zog ich nach wenigen Kilometern davon und traf noch eine Dortmunder Laufbekanntschaft – Tanja. Sie hatte gerade ihre Tochter in der Spitzengruppe gesehen und war entsprechend happy.

Dass sie in ca. zwei Stunden noch happier sein würde, weil Tochter Lisanne auf Platz Eins rannte, ahnte sie da natürlich nicht. Auch Tanja lief einen Tacken gemütlicher als ich, also war ich wieder irgendwann weg (dabei hielt ich mich echt für langsam).

Ungefähr bei Halbzelt quatschte mich ein Typ an: „Bist du Stefan?“ Ich: „Äh, ja?“ Er: „Ich kenn dich von Facebook – Sven!“ Langsam fiel der Groschen: Sven, Läufer, BVB-Fan – hurra!!!

Zwei Labertaschen unterwegs

Zum Leidwesen der Läuferinnen und Läufer um uns herum, passten Svens und mein Tempo wie Arsch auf Eimer. Ich zog ihn ein bisschen die Anstiege des trailigen Teils des Laufs hoch, er bremste mich im Flachen.

Unterwegs auf der A46.

Und dabei: laberten wir. Und laberten. Viel Unsinn. Reihenweise fielen uns Läufer zum Opfer, liefen uns also entweder davon oder ließen sich zurückfallen. Hauptsache, weg von den Labertaschen.

Wir laberten uns die Strecke entlang, zurück auf die Autobahn, bergauf, bergab, ins Ziel. Genial!

A46-Lauf perfekt organisiert

Am Ende war ich einfach nur glücklich, an diesem wirklich einmaligen Lauf teilgenommen zu haben. Die Organisation war perfekt, Helferinnen und Helfer waren megafreundlich, die Unterhaltungen auf der Strecke sehr kurzweilig. Schade, dass es diesen Lauf so nie wieder geben wird.

Laufen kann halt richtig Spaß machen. Es muss nicht immer ein Wettkampf sein.

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