Neues Jahr, neue Ziele — aber welche?

Frohes Neues! 2022 kann ja eigentlich nur besser werden als sein komischer Vorgänger. Auch läuferisch. Denn 2021 war für mich das mieseste Laufjahr ever. Aber jetzt geht es auf zu neuen Zielen. Aber zu welchen?

Laufender Start ins Jahr 2022.

Positiver. Ich muss positiver denken. Und schreiben. Poooositiv. Wird 2022 alles gut oder einfach nur anders schlecht? Nein, es wird ganz bestimmt gut. Tiefpunkte hatte 2021 ja genügend.

Guter Start ins Jahr 2022 beim Neujahrslauf

Zumindest hat das neue Jahr läuferisch gut begonnen. Hatte an Silvester noch die Unlust gesiegt, lockte am 2.1. gleich der Dortmunder Neujahrslauf am Phoenixsee. Ein toller Lauf mit dem tollen Konzept, in 90 Minuten so viele Runden um das Edelgewässer zu drehen, wie man mag oder kann.

Zwar war der kurzfristige Einfall der Stadt Dortmund, die Veranstaltung unter die Auflage „2G+“ zu stellen, für eine logistische Herausforderung (finde an Neujahr mal eine geöffnete Teststelle). Aber da kann ja der Veranstalter nix für. Also: Ab an den See.

Endlich wieder locker gelaufen

Um es kurz zu machen: Endlich, endlich, endlich bin ich mal wieder locker und ohne dunkle Mentalwolke einfach nur gelaufen! Seit dem Paris-Marathon schlurfe ich nur noch lust- und atemlos durch die Gegend. Ich habe mich schon unter Long-Covid-Verdacht gestellt, obwohl ich gar keine (bestätigte) Infektion hatte.

Komische, essbare Medaillen haben die beim Neujahrslauf am Phoenixsee.

Auf den ersten Kilometern war mein Kumpel Sascha eine sehr gute Laufbegleitung („Bremse“ liest er nicht so gerne), doch irgendwann fand ich nach langer, langer Zeit mal wieder einen Wohlfühl-Tunnel mit relativ zügiger Pace und komplett leerem Kopf.

Nach vier Runden habe ich aufgehört,,obwohl ich eine fünfte noch geschafft hätte. Ich wollte mir meine gute Laune aber nicht durch Schmerzen vermiesen.

Der Neujahrslauf hat Lust auf mehr gemacht. Bis jetzt habe ich noch gar keine Laufpläne für 2022. Das werde ich jetzt ändern. Mit Zielen läuft es sich besser. Außerdem habe ich mit dem Halbmarathon in Bertlich noch eine Rechnung offen.

Laufe ich 2022 einen Marathon?

Seit 2012 bin ich in jedem Jahr mindestens einen Marathon gelaufen. Ausgerechnet im zehnten Jahr meines Marathoni-Daseins keinen zu laufen, wäre irgendwie blöd. Aber welchen? Am liebsten würde ich einen landschaftlich schönen Lauf mit Höhenmetern machen. Oder einen Straßenlauf ohne weite Anreise, denn im Sommer steht ein großer Urlaub an. Fest steht: Paris wird es in diesem Jahr nicht!

Mein Marathon-Favorit: Düsseldorf, 24.4.

Halbmarathon ist super — aber welcher wird‘s?

Ich liebe Halbmarathons. Umso ärgerlicher war mein Abschneiden in Bertlich 2021. Gefühlt war das der Tiefpunkt des Laufjahres. Duisburg wäre auch toll, aber da passt der Termin nicht (Kind 2 hat Geburtstag).

Meine möglichen Halbmarathons 2022:

Hitze-Läufe im USA-Urlaub

In Juli steht der Sommerurlaub an. Nein, ausnahmsweise nicht auf Baltrum. Natürlich werde ich meine Lieblingsinsel und den Baltrum-Lauf schmerzlich vermissen. Vielleicht findet sich mal ein langes Wochenende oder eine stürmische Woche im Herbst. Statt an die Nordsee soll es in die USA gehen. Es stehen also ein paar entspannte Läufchen bei Bullenhitze an, auf die ich mich mächtig freue.

Laufen und Gegend.

Denn wann bietet sich sonst die Möglichkeit, vor traumhafter Kulisse ein paar Kilometer abzureißen und dabei tolle Fotos zu machen?! Leider verpasse ich den Hopi Run knapp. Für den hätte ich sonst glatt die Strecke umgeplant. Auch von den zahlreichen Läufen in der Navajo Nation findet keiner zur geplanten Urlaubszeit statt. Schade eigentlich, führen einen Läufe wie der Antelope Canyon Ultra doch oftmals in Ecken, die man sonst nicht erreicht.

2022 durchgeplant

Mit dem Marathon im April und Dortmund im Oktober ist das Laufjahr 2022 jetzt plötzlich durchgeplant. Jetzt muss ich mich nur noch anmelden.

Will ich das? Kann ich das? Schaffe ich das? Natürlich! Klar, meine 2021-Trägheit hat einige Kilos auf die Waage gezaubert. Und meine Kondition war schon mal deutlich besser. Aber von nix kommt ja auch nix. Also, ab ins Training!